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SOLOzuVIERT – 4 brillante Solisten

FS an 2. September 2015 - 8:00 in Allgemein

SOLOzuVIERT: 4 brillante Solisten – eine beeindruckende künstlerische Einheit! „GUATE ZEIT“ (VÖ 11.09.2015)

A Guate Zeit oder „Mama, mach dir kana Sorgen, i bin unterwegs mit meiner Band“

Mama ruft um Sieben in der Früh an. Eine nachtschlafende Zeit für Musiker. Mama will wissen, wo der Bub steckt und der meint nur „Mach dir keine Sorgen, weißt eh wo i bin… Unterwegs mit meiner Band.“ Ein Jahr später ist klar: Es war die selbstgeschriebene und selbstgesungene selbsterfüllende Prophezeiung von SOLOzuVIERT. 

Der Song heißt „Unterwegs mit meiner Band“. Erschienen 2014 auf dem Album „4immer“. Es ist eine der schönsten Liebeserklärungen an das eigene Tun, an das Musikmachen. Unterwegs mit der Band und ja, die Zahl der zurückgelegten Kilometer im Bandbus, die Nächte in Hotelzimmern, die Stunden auf der Bühne und vor allem die Menschen die vor den Bühnen standen… alles wurde mehr. Hat sich vervielfacht für SOLOzuVIERT.

Chris Watzik, Uwe Hölzl, Benji Hassler und Horst Klimstein sind SOLOzuVIERT. Singer-Songwriter aus der Steiermark mit stetig wachsender Fangemeinde, weit über die Landesgrenzen hinaus. Aus dem steirischen Insidertipp ist im Laufe der Jahre eine Band geworden, die mit Spaß und Freude ihre Songs ins Land hinaus trägt und das, was vom Publikum an Reaktionen zurückkommt, motiviert die Vier. Jede der Singles aus dem Album „4immer“ fand Gehör beim Radio, landete in den Airplay-Charts. Das Album selbst debütierte im Frühjahr 2014 in den LP-Charts sensationell auf Platz 12 und die Klicks im Internet wachsen beständig. Was sich aus dieser Entwicklung auch herauslesen lässt, ist ein tiefes Bedürfnis der Menschen nach Liedern, gesungen in der eigenen Sprache, im Dialekt. Austropop des 21. Jahrhunderts.

Es sind vier musikalische Individualisten die im Laufe der Jahre zu einer Band zusammengewachsen sind. Zu einer Art musikalischer Pokerrunde die Freude am Tun hat, wo es keine Verlierer gibt und die Einsätze Songs sind. Jeder der vier schreibt an seinen Titeln, nimmt daheim roughe Demos auf und legt sie am Tisch. Dann werden die Straight & Royal Flush, Full House, die Vierlinge gemeinsam aufgedeckt – sie sind die Perlen die es auf das nächste Album schaffen, die mitkommen auf die Bühne, im Live-Programm eine wesentliche Rolle spielen. Aber da sind auch die persönlichen Favoriten. Die „Unbedingt-Songs“ von jedem der Vier. Es sind die Einzelgänger-Lieder die auch ihre Chance bekommen, die mit der persönlichsten Färbung des jeweiligen Songschreibers. „Aber irgendwie stellt sich am Ende heraus, dass die Songs meist schon intuitiv in SOLOzuVIERT-Richtung geschrieben sind“, sagen Chris, Benji, Uwe und Horst unisono.

Am Ende steht dann eine Songauswahl für die neue CD.

Das neue Album „Guate Zeit“

Es ist diese Songauswahl, die wesentlich den Charme des Albums ausmacht. Der Facettenreichtum, die individuelle Handschrift der einzelnen Songwriter, die sich am Ende zu SOLOzuVIERT fügt. Zu einem Ganzen. In der Tradition der großen Songwriter. Steiermark. Austro-Pop. Und auch einiges von der US-Westküste schwebt in den Liedern. Es sind die Gitarren, der mehrstimmige Gesang, die Texte. Im lokalen Zungenschlag gehalten, gedeihen sie im Biotop des Austropop, das bei weitem nicht ausgetrocknet ist. „Wir sind aufgewachsen mit dieser Musik und der Zuspruch den wir vom  Publikum bekommen zeigt uns, dass hier gar nix tot ist“, sagen die Vier und erleben bei jedem Konzert den Beweis, dass sie am richtigen Weg liegen.

Die ausgewählten Songs werden im Studio gemeinsam aufgenommen. Es entstehen Arrangement-Ideen, der Mann am Pult steuert seine Erfahrung bei. Andi Fabianek weiß schon lange was er tut. Mehrfach für seine Leistungen als Tonmeister ausgezeichnet, ist er einer der ersten Producer-Adressen im Land. Opus, Rainhard Fendrich oder Austria 3 vertrauten sich dem Mann an. Als Steirer ist er mit dem lokalen Zungenschlag von SOLOzuVIERT bestens vertraut und gemeinsam mit Fabianek entstand das neue Album. Programmatischer Titel: A Guate Zeit.

Facettenreich: Die Lieder

Im Titelsong wird daraus die Guate alte Zeit. Selbst wenn man unromantisch zurückblickt… irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass es früher doch besser war. Das Lied, eine Reminiszenz. Ein Widerfinden in sich selbst. Am Weg in die Erinnerungen finden sich wunderbare Gitarren, ebenso harmonische, wie schöne Stimmen. Überhaupt die Gitarren. Sie dominieren das Album. Bei vier Songs greift ein Freund der Band mit in die Saiten: Ulli Bäer, einer der besten Gitarristen des Landes und nicht unwesentlich an der Entdeckung von SOLOzuVIERT beteiligt.

Die vielen Facetten des Albums zeigen sich in Liedern wie Nachbarn. Eine Beobachtung des Zusammenlebens. Menschen, wie sie mit Menschen umgehen. Die Aversion gegen das Andere.

Über das Nicht-Verstehen geht es im Lied Jazz. Man kann sich noch so bemühen, man findet den Draht nicht, sitzt da mit Fragezeichen im Kopf. „I werd di net begreifen… Du bist wie Jazz“. Gegensätze ziehen sich nicht an, lassen aber tolle Songs entstehen.

Herausragend ist A paar Sekunden. Nach einem steilen Intro beginnt das Lied zu schweben. Ein großartiger Popsong. Arrangement, Stimme, Text ergänzen sich perfekt und erzeugen eine ganz eigene Stimmung. Ein Liebeslied der besonderen Art. Eine Perle im Gänsehaut-Gitarrensound.

Dann ist da das Lied Marie. Es shuffled cool daher, gibt sich vordergründig  als Anti-Liebeslied aus, steckt aber trotzdem voll Sehnsucht an die Besungene. Eine wahre Geschichte? Wir werden es nie erfahren.

Bevor der Schlussvorhang des Albums fällt, wartet es mit einer Überraschung auf. Leben in der Großstadt ist eine unerwartete musikalische Betrachtung. Die Stadt erwacht. Bilder im Kopf werden lebendig. Die Rollläden gehen hoch. Das Warten auf den Bus. Die Zeitung, die vom Wind über die Straße getrieben wird. Es ist ein Lied wie es nur durch eine große Stadt, durch ihre Anonymität inspiriert werden kann. Dann, wenn die Nacht der Stadt das Tageslicht austreibt, die Farben wechselt, verläuft sich auch das Lied langsam in sich selbst.

CD-Cover / Pressefoto

alle Foto: © Maria Kanizaj

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