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STILBRUCH – Nimm mich mit – das 3. Album

Stilbruch - nimm mich mit
FS an 18. August 2016 - 14:00 in Jazz, Pop, Promi, Rock, Stilbruch

STILBRUCH - „Nimm mich mit“ von zahlreichen Fans über die Crowdfunding ermöglicht.

Bevor das neue STILBRUCH Album „Nimm mich mit“ am 02. September erscheint, wird am 19. August die Single „So wie du bist“ veröffentlicht – eine Hommage an eine Beziehung, die schon etliche Jahre tief gewachsen ist, ihre jugendlich Frische aber nie verliert. „Nimm mich mit“ ist das dritte Album von STILBRUCH und wurde von zahlreichen Fans über die Crowdfunding-Plattform Musicstarter.de möglich gemacht. Der STILBRUCH Zauber liegt in der Reduktion, nichts ist aufgebläht, nichts überfrachtet; es gibt kein inszeniertes Beiwerk mit einkalkulierten Aha-Effekten. Erstaunlich bleibt, wie STILBRUCH mit Cello und Geige den Druck einer „echten“ Rockband erzeugen: Durch das gleichzeitige Spielen zweier Töne fehlt es an nichts. Trotz der klassischen Basis und dem hohen spielerischen Niveau wirken STILBRUCH nicht verkopft, sie agieren leichtfüßig und leidenschaftlich.

Dass eine Band in keine Schublade passt, wird schnell behauptet. Meist jedoch wird ein Genre lediglich verwässert oder mit einem exotischen Detail ausgeschmückt. Nicht nur deshalb liegt es STILBRUCH – einem Trio mit Musikern aus Leipzig, Dresden und Berlin – fern, zu behaupten, das Fahrrad neu erfunden zu haben. STILBRUCH fühlen sich nämlich gleich in mehreren Schubladen zu Hause: zum einen spielen sie handgemachten, authentischen und eingängigen Rock, der weder Singer/Songwriter-, noch Folk-, Pop- oder Blueselemente ausspart und mit klugen, deutschsprachigen Texten gepaart ist. Zum anderen kommt ihre klassisch fundierte Ausbildung zum Tragen, ihre Virtuosität sowie ihr handwerkliches Können – und sie verblüffen mit einer ungewöhnlichen Herangehensweise: der STILBRUCH-Sound wird ausschließlich mit Cello, Geige, Schlagzeug und Gesang erzeugt. Theoretisch lässt sich von einem fantastischen Klassik-Crossover sprechen, müsste dieser Begriff nicht schon für verpoppte Klassikstandards und rockige Streicherromantik herhalten.

Die Idee, Rockmusik auf klassischen Instrumenten zu zelebrieren, ist dabei keine Marketingstrategie einer Plattenfirma, sondern organisch gewachsen. Und letztlich ist es ja auch viel mehr als das. Der Zauber liegt in der Reduktion, nichts ist aufgebläht, nichts überfrachtet; es gibt kein inszeniertes Beiwerk mit einkalkulierten Aha-Effekten. Erstaunlich bleibt, wie STILBRUCH mit Cello und Geige den Druck einer „echten“ Rockband erzeugen: Durch das gleichzeitige Spielen zweier Töne fehlt es an nichts. Trotz der klassischen Basis und dem hohen spielerischen Niveau wirken STILBRUCH nicht verkopft, sie agieren leichtfüßig und leidenschaftlich.

Bandgründer Sebastian Maul, Absolvent der Musikhochschule „Carl Maria von Weber“ in Dresden, spielt seit seinem fünften Lebensjahr Cello. Mit der musikalischen Sozialisation in der Pubertät kommen jedoch neue Helden wie Bruce Springsteen und U2 und damit der Einfluss der Rockmusik dazu. Zu spät, um ebenso gut Gitarre zu spielen, aber der Beginn einer großartigen Idee. Sein Talent stellt er sowohl als Komponist und Texter als auch als Musiker selbst immer wieder aufs Neue unter Beweis. Unter anderem schrieb er einen Song für den Kinofilm „Das fliegende Klassenzimmer“, komponierte und textete das zweieinhalb stündige Musical „Peace“, lieferte 2008 den offiziellen Song für die Schacholympiade in Dresden und erreichte obendrein 2009 das Finale der Pro 7-Show „Germanys next Showstars“. Seit 2012 lebt der zweifache Familienvater hauptberuflich von und für Stilbruch.

Violinist Eli Fabrikant, Wahlberliner und gebürtiger Lette, spielt seit seinem fünften Lebensjahr Geige und ist seither fasziniert und inspiriert von Klezmer und Folk. Schon in jungen Jahren ist er musikalisch auf internationaler Ebene unterwegs. So tourte er mit 17 Jahren mit dem israelischen Philharmonie Orchester durch China, spielte mit seinem selbstgegründeten Tango Sextett auf dem „Israel Festival“ in Jerusalem und reiste durch Nordindien, um das Instrument Ravanhatta zu erlernen. Zudem profitiert er von seiner musikalischen Ausbildung in Tel Aviv.

Schlagzeuger Gunnar Nilsson besticht durch sein nuanciertes Spiel, detailverliebt beherrscht er die komplette Palette vom druckvollen Part bis zur Rücknahme im entscheidenden Moment – das Inhalieren von Jethro Tull-, Genesis- und Pink Floyd-Schallplatten aus der Sammlung seines Vaters in Kindheitstagen kommt dem erfahrenen Musiker bis heute zugute. Sein Werdegang lässt sich durch unzählige Workshops sowie sein Mitwirken in diversen Projekten als kontinuierliche musikalische Weiterentwicklung beschreiben, was auch dem Hörer nicht verborgen bleibt. Seit 2012 ist er Bandmitglied bei STILBRUCH und bringt dort seine rockigen Wurzeln in vollen Zügen zum Ausdruck.

Eine gemeinsame Liebe des innovativen Trios ist die zu Rio Reiser, der die deutschsprachige Rockmusik in den Siebzigern und Achtzigern mit Ton Steine Scherben wie nur wenige geprägt hat. Von ihm haben STILBRUCH den Wechsel aus direkter und bildreicher Wortwahl übernommen, das Pendeln zwischen melancholischen und augenzwinkernden Momenten, die Kunst, genau zu beobachten und Missstände aufzuzeigen, ohne den Zeigefinger zu heben. So umfasst das neue Album „Nimm mich mit“ eine Vielfalt an fantastischen Songs und Themen.

Der Song „Du lebst in mir“ ist hierbei Rio Reiser gewidmet und lässt die Jugendtage, in denen man Freiheit gelebt hat und gegen Konventionen rebellierte, wieder aufleben, wohingegen „Komm mit mir“ die Euphorie und überschwängliche Freude über das unfassbare Wunder der Geburt des eigenen Kindes beschreibt - das Gefühl der Unbesiegbarkeit und der Wille, diesem kleinen Wunder die ganze Welt zeigen zu wollen. Die erste Singleauskopplung „So wie du bist“ ist eine Hommage an eine Beziehung, die schon etliche Jahre tief gewachsen ist, ihre jugendlich Frische aber nie verliert. Aber auch tagesaktuelle Themen werden mit Songs wie „Auf Deutschland“ - einer ironischen Aussage gegen den Mief der „ewig Gestrigen“ und einem sarkastischen Gruß an PEGIDA und AFD,- verarbeitet.

Zu guter Letzt bildet „Für immer“ eine Hymne an die Band selbst, auf unzählige Straßenmusiken, riesige und intime Konzerte, auf tausende Autobahnkilometer und treue Fans. Der Song macht deutlich, dass es STILBRUCH nicht um schnelllebige Erfolge geht, sondern darum, etwas auf die Beine zu stellen - etwas für sich zu schaffen.

Diesen Ansatz verfolgt die Band schon über eine Dekade lang. Das letzte Jahrzehnt ist voll gespickt mit mehr als 1000 Konzerten auf Straßen, Plätzen, in Kirchen und Clubs in Deutschland, Frankreich und Italien sowie Festivalslots beim TFF Rudolstadt, Plus Freising und dem italienischen Ferrara Buskers Festival, bis hin zu ihrem Jubiläumskonzert, welches im Oktober 2015 an zwei Tagen im Gewandhaus Leipzig und dem alten Schlachthof in Dresden mit dreißigköpfiger orchestraler Verstärkung durch die Elbland Philharmonie Sachsen stattfindet. Während ihres Bestehens veröffentlicht die Band ein Live- und zwei Studioalben sowie eine DVD, die sich im Direktvertrieb über 40.000 Mal verkaufen.

Und doch lassen es sich STILBRUCH nicht nehmen, so oft wie möglich dem nachzugehen, woher sie eigentlich stammen: der Straßenmusik. So sieht man das Trio bei gutem Wetter nach wie vor regelmäßig in Leipzig, Dresden und co. beim öffentlichen Musizieren für jene Leute, die sich oft in rauen Mengen spontan dazu entscheiden, der Band ihr Ohr zu schenken.

Letztendlich bildet jedoch das Dranbleiben und immer besser werden den roten Faden der Bandgeschichte. Zehn Jahre, in denen das Trio immer mehr Menschen für sich und ihre Musik gewinnen konnte. Die zahlreichen Fans haben auf der Crowdfunding-Plattform Musicstarter.de auch das neue Album „Nimm mich mit“ möglich gemacht. Für die Unterstützer gab es hier zunächst originelle Dankeschöns und nun folgt das dritte und bisher beste STILBRUCH-Album.

EPK / CD-Cover / Pressefoto

Foto: © Christian Hüller

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